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Neue Plakataktion startet in Bussen und an Haltestellen

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Am Busbahnhof in Freiberg stellte der Vorsitzende des Behindertenbeirates Sven Jeschke am Donnerstag im Beisein von Landrat Matthias Damm eine neue Plakataktion vor. Gemeinsam mit Regiobus und mit der Unterstützung der Städte und Gemeinden informieren Plakate über die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung im öffentlichen Personennahverkehr.

Darauf abgebildet sind einzeln der blinde Maulwurf Brailli, die lernbehinderte Schildkröte Eddy, der auf den Rollstuhl angewiesene Löwe Leon und das gehörlose Hasenmädchen Liesa. Die Motive stammen von einer Aktion des Behindertenverbandes der Messestadt Leipzig. „Auf spielerische und verständliche Weise werden uns die Anliegen näher gebracht. Es wird erklärt, warum es die weißen Striche an vielen Haltestellen gibt, oder warum die Haltestellenansagen so wichtig sind“, erklärt Jeschke. Begleitet und befördert wurde das Projekt durch den ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten Volker Dietzmann: „Diese 400 gedruckten Plakaten sind ein kleiner Baustein, um mehr Verständnis für die Belange von Menschen mit Behinderung zu wecken, aber auch um aufzuklären. Daher gilt dem Behindertenverband ein großer Dank für die Bereitstellung der Motive.“ Die lernbehinderte Schildkröte Eddy erklärt, dass sie auf leichte Sprache beziehungsweise selbsterklärende Piktogramme angewiesen ist, das gehörlose Hasenmädchen Liesa erklärt die Bedeutung von Haltestellenanzeigen und Löwe Leon im Rollstuhl, dass die Fahrpläne nicht zu hoch hängen sollten. Auf das Rippenquadrat im Boden der Haltestelle ist Maulwurf Brailli angewiesen, damit er den Einstieg in den Bus findet.

Inklusion ist für Landrat Matthias Damm ein wichtiges Thema im Landkreis. Die gesetzlichen Regelungen und Leistungen, die diesen Prozess erleichtern sollten, seien die eine Seite. „Die andere Seite ist aber der Umgang der Gesellschaft mit dem Thema und das gemeinsame Leben von Menschen mit und ohne Behinderung“, so Damm. Dies sei ein Prozess. Und um diesen zu fördern, seien solche Aktionen nur zu begrüßen.

Das Thema Barrierefreiheit hat auch bei der REGIOBUS Mittelsachsen GmbH schon seit vielen Jahren eine hohe Priorität und man habe diese in der Vergangenheit immer weiter verbessert. „Bei neuen Linienbussen ist immer die Barrierefreiheit vorhanden und die Fahrer sind sensibilisiert“, so Sven Pönitz von REGIOBUS. Zur Barrierefreiheit gehöre aber auch eine gute Fahrgastinformation – von Aushängen an den Haltestellen bis hin zu den Ansagen im Bus. Mittelsachsens zweiter Beigeordneter Jörg Höllmüller ergänzt: „Barrierefreiheit und leichte Sprache sind dabei nicht nur für Menschen mit Behinderung eine spürbare Unterstützung. Sie erleichtert die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs beispielsweise auch für jungen Eltern mit Kinderwagen oder ältere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.“